Die Chance, Stellung zu nehmen

Man sollte manchmal einfach schweigen und etwas Zeit vergehen lassen bevor man sich zu etwas Ärgerlichem äußert.

Die Niederlage gegen Freiburg ist nun ein paar Tage her, der Ärger ist immer noch da. Aber es ist nicht diese Niederlage, die mich so maßlos ärgert. Nein, es sind die Szenen nach dem Spiel. Es ist ja nun hinlänglich bekannt, was vorgefallen ist. Die Ultras forderten die Mannschaft zum Gespräch. Es kam zum Disput zwischen Ultras und Schäfer und auf der Hauttribüne hatten auch noch ein paar unter Hirninsuffizienz leidende Zeitgenossen ihren großen und auf YouTube zu bewundernden Auftritt, als sie unseren Kapitän und die Pressesprecherin beleidigten.

Ein Verein besteht eben nicht nur aus dem Management, Trainer und Mannschaft. Nein, auch die Anhänger haben Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung. Und ebendiese ist nach den jüngsten Vorfällen nicht gut. Und damit ist dann auch der Rest der Glubberer in ein schlechtes Licht gerückt.

Alexander Endl hat es im letzten Podcast der Clubfans United so schön gesagt. „Warum mache ich das hier eigentlich noch?“

Ja, da kann ich ihn verstehen. Warum blogge ich über unseren Glubb? Weil ich eine nicht begründbare, irrationale Liebe zu diesem Verein habe. Weil ich Dinge aus meinem Blickwinkel kommentieren, den Verein anderen nahebringen möchte und letztlich auch, um das Ansehen des 1. FC Nürnberg zu steigern.

Dieses Ansehen wurde durch die eingangs erwähnten und überflüssigen Vorfälle geschädigt. Da möchte der Blogger am liebsten tatsächlich alles hinwerfen, weil man das Gefühl hat, dass das, was man hier investiert, umsonst ist. Andererseits hat man auch die Chance, Stellung zu nehmen, was ich nun tun möchte:

 Lieber Raphael Schäfer,

es gibt auch Glubberer, und es sind nicht wenige, die froh sind, Sie zu haben. Vielen Dank für die bisherige Leistung und bleiben Sie so, wie Sie sind!

 

Liebe Ultras,

nehmt euch nicht so ernst und führt euch nicht auf, als hätte man euch die Förmchen geklaut. Ihr stellt nicht die Mehrheit der Fans und habt von diesen auch keine Legitimation, sie gegenüber dem Verein zu vertreten. Eine Einflussnahme von außen auf die Bestimmung des Kapitäns ist gegenüber diesem respektlos und ebenso wenig zu dulden, als wenn dies durch einen Investor oder Mäzen erfolgen würde. Schäfer hat sich entschuldigt. Ihr auch? Und bitte auch einfach mal schweigen und das tun, was ihr euch so gern auf die Fahnen schreibt: die Mannschaft unterstützen!

 

Liebe Videoproduzenten von der Haupttribüne,

macht bitte noch ein Filmchen, in dem ihr euch entschuldigt oder kommt nicht mehr ins Stadion!

 

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8 Antworten zu Die Chance, Stellung zu nehmen

  1. markus schreibt:

    ich fand die reaktion von den ultras auch scheisse.
    zudem sollen mal einige bedenken, wie die schäfer betitelt haben, also müssen se dann auch mit nem mittelfinger rechnen 🙂
    weil sowas muss sich keiner gefallen lassen, und wer in den wald reinschreit, der muss mit nem echo rechnen.
    ob der nun profi ist und mehr geld verdient ist scheissegal, er muss sich sowas nicht bieten lassen.
    zudem feiern se ihn erst spiele lang, und dann haste mal nicht so nen guten tag, wirste in der luft zerrissen.
    liebe ultras, ich glaube ohne schäfer wären wir vielleicht nur bei 2 punkte, aber ihr könnt euch das ja rauslassen oder?
    und wenns euch nicht passt, dann bleibt halt zuhause, es zwingt euch ja keiner.
    jedenfalls sind solche aktionen das letzte, was die mannschaft nun brauchen kann.

  2. Scramjet schreibt:

    Danke für diesen Beitrag, den kann man so zu 100% unterschreiben!

  3. Claus schreibt:

    Ein sehr guter Beitrag!
    Beim „offenen Brief“ an die Ultras fehlt mir nur, dass eine Einflussnahme von außen auf die Bestimmung des Kapitäns nicht nur dem Kapitän, sondern auch der Mannschaft gegenüber extrem respektlos ist, da diese den Kapitän schließlich gewählt hat. Und ich gehe sogar so weit zu sagen: Wer nicht hinter dem Kapitän steht, der steht automatisch auch nicht hinter der Mannschaft.

  4. Holger schreibt:

    Unterstuetze das zu 100%.

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