Servus Fußballgott!

Schlusspfiff in einem dann doch bedeutungslosen Spiel. Ehrenrunde. Die aber war etwas Besonderes.

Es war der Abschied eines außergewöhnlichen Fußballers. Der Abschied von Marek Mintal. So etwas sieht man selten und ich habe etwas vergleichbares noch nie erlebt. Marek Mintal vorneweg, die gesamte Mannschaft und Betreuerstab in respektvollem Abstand dahinter, in der Runde durch das Frankenstadion. Fast keiner der Zuschauer war gegangen. Alle waren aufgestanden als einer der größten Spieler, die je für diesen Verein aufgelaufen sind, vor ihrem Block vorbeikam und sich unter Tränen verabschiedete. Bewegende Momente, die man nicht beschreiben kann.

Marek Mintal liebt Nürnberg, den Verein, die Fans. Und die Fans lieben ihn. Er, der nie durch Starallüren aufgefallen ist, sich nimmer in den Dienst der Mannschaft gestellt und einfach seine Tore geschossen hat. Viele Tore, wichtige Tore. Er wirkte immer wie einer von uns. Wollte immer nur spielen, Tore schießen und sonst nichts. Einer von uns, der einem ein fränkisches „Servus“ entgegengerufen hat, wenn er zum Trainingsplatz gegangen ist.

Manche Ereignisse bleiben einem für immer in Erinnerung. Was Marek betrifft, so kann wahrscheinlich jeder Einiges aufzählen. Für mich ist es das bereits erwähnte Grüßen der Zuschauer beim Training.
Oder das Auswärtsspiel in Freiburg, in der Saison 04/05, als Marek seinem Spitznamen Phantom mehr als gerecht wurde. 85 Minuten hat man ihn nicht gesehen, dann machte er aus einem 2:1 Rückstand innerhalb von fünf Minuten einen 2:3 Auswärtserfolg.
Im selben Jahr wurde er auch Torschützenkönig. Für mich auch unvergessen, der Augenblick als dies sicher war und die Zuschauer im Stadion das Lied vom Torschützenkönig sangen. Der erste und bisher einzige, den der Glubb bisher hervorgebracht hat!
Fassungslosigkeit, Entsetzen, Bestürzung machte sich damals in der Clubkurve breit als unser Marek im Pokalendspiel 2007 direkt ins Krankenhaus getreten wurde. In dem Augenblick war wohl den meisten der Anwesenden Glubberern der Ausgang des Spiels egal. Umso schöner, als er zum Feiern des Siegs vor der Kurve wieder auftauchte.

Gefeiert wurde auch gestern. Gefeiert wurde Marek Mintal, Fußballgott! Zu Recht!

Marek, wir wünschen Dir alles Gute für die Zukunft und hoffentlich kommst Du bald wieder zu uns zurück!

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5 Antworten zu Servus Fußballgott!

  1. Pleitegeiger schreibt:

    Schnief. Mir steht das nächsten Samstag bevor…

  2. nedfuller schreibt:

    Puh.
    Taschentüchervorratauffüllen

    Steht bei mir als Termin vor dem letzten Heimspiel von uns in dieser Saison.

  3. Pingback: Pleitegeigers Weblog » 7 Abschiede und ein Wiedersehen - Glaube. Liebe. Hoffnung. NUR DER HSV!

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