Der Erfüllungsgehilfe

Immer, wenn man meint, dieser Verein hat einem schon alles geboten, was sich eine schwerst gestörte Phantasie nur erdenken kann, so wird man Lügen gestraft. Und so hat die Mutter aller Fußballkuriositäten, also unser Glubb, wieder eine Posse hervorgebracht, für die ein Drehbuchautor herzhaftes Gelächter der Filmanstalten geerntet hätte aufgrund der Realitätsferne.

Wenn der Artikel der NZ wahr ist, und dieses Blatt steht nun nicht gerade in dem Ruf, Märchen zu verbreiten, dann hat also der Vorstand Sport willfährig auf Geheiß der Ultras den Mannschaftsbus auf dem Nachhauseweg vom Freiburger Debakel auf eine Raststätte zum Rapport bestellt.

Nicht, dass eine Kommunikation zwischen gut entlohnten Berufssportlern und denen, die letztlich deren Gehälter bezahlen und viel Zeit und Herz opfern, verkehrt ist, aber das wäre im konkreten Fall am Tag danach auch noch ausreichend gewesen.

Stattdessen wird hier nur ein Signal gesendet: Der Vorstand Sport macht sich zum Erfüllungsgehilfen. Man möge an einen bekannten Würstchenfabrikanten und Hobby-Finanzjongleur aus Nordtirol denken, wie dieser in einer derartigen Situation reagiert hätte. Dieser hätte sich mit Schaum vorm Mund vor die Mannschaft gestellt und wenn es zu einer Aussprache zwischen Team und Anhängern gekommen wäre, dann hätte er Ort und Zeit bestimmt. Das sollte man vom Vorstand unseres Vereins auch erwarten können.

Die Gründe für Baders Verhalten, ob Machterhalt oder andere sind letztlich egal. Tatsache ist, das man nach einem derartigen Vorfall nur schwer an seine Unabhängigkeit glauben kann. Einflussnahme von außen, sei es durch Geldgeber oder Fangruppierungen können nicht im Sinne des Vereins sein. Hier bleibt tatsächlich nur eine Konsequenz. Damit ist der Aufsichtsrat nun gefordert, eine Entscheidung zu treffen, die dieses Gremium schon nach Bekanntwerden der Differenzen zwischen den Fraktionen Möckel/Bader und Weiler/Wolf längst hätte treffen müssen.

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Zuviel Koch verdirbt den Glubb

Günther Koch hat sich erneut öffentlich zu Wort gemeldet. Diesmal kritisiert er den Verein hinsichtlich des Themas Gewalt zu lasch vorzugehen. Darüber lässt sich freilich diskutieren und der Aufsichtsrat hat auch die Pflicht, die Geschäftstätigkeit des Vorstands zu überwachen und gegebenenfalls auf Missstände und Fehlverhalten hinzuweisen und Konsequenzen einzufordern.

Der Verein hat unbedingt wieder zu einer professionellen Außendarstellung zu kommen. Dazu muss endlich Ruhe einkehren. Deswegen dürfen Meinungsverschiedenheiten nicht in der Öffentlichkeit, sondern müssen intern in den zuständigen Gremien ausgetragen werden. Selbstdarsteller sind hierfür kontraproduktiv und schaden dem Verein.

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Jetzt bin ich alt

Bald habe ich Geburtstag. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber mit zunehmenden Alter macht man sich Gedanken. Einer davon ist die Frage, ob ich denn jetzt alt sei? Nun, es ist tatsächlich inzwischen so, dass mal das eine oder andere Gelenk weh tut und manches nicht mehr so dynamisch aussieht wie früher. Gut, diejenigen, die mich länger kennen, werden nun einwerfen, dass die gemeine Dynamik und ich schon immer eher konträr denn komplementär waren. 

Wenn aber auch der Körper nicht mehr so mitmacht, wie noch vor 10 Jahren, so habe ich mich geistig immer jung gefühlt. Bis gestern, denn da fand das mit Spannung erwartete Frankenderby statt, mit allem was inzwischen wohl so dazugehört: ein Marsch einer überwiegend schwarz gekleideten Menschenmenge, Sachschäden, eine geisteskranke „FeuerlöscherAufUBahnWurfAttacke“, enormes Polizeiaufgebot, Sicherheitsbereich um das Stadion, Raketen, Rauchbomben, Bengalos und Böller während des Spiels. Entsprechend natürlich auch die mediale Aufbereitung davor, während und danach.

Ach ja, Spiel. Stimmt, da war ja auch noch eines. Ein fehlerbehafteter, ja katastrophaler Auftritt meines Glubbs. Der Verein, die Mannschaft, das Stadion, die Geschichte und Geschichte dieses liebenswürdigen Deppen, ja, das ist mein Glubb. Auch an solchen Abenden. Das, was ich da gestern von den Anhängern über weite Strecken sehen und hören musste, nein, das ist er nicht. Und doch tragen sie die selben Farben wie ich. Offenbar geht man nicht mehr ins Stadion, um sich tatsächlich ein Fußballspiel anzusehen. Welch vollkommen abwegiger Gedanke! Nein, der Stadionbesuch… Besuch, was für ein hübsches Wort in diesem Zusammenhang…  Also der Stadionbesuch dient inzwischen wohl eher dazu, sich selbst zu inszenieren und bei dieser Gelegenheit ein schlechtes Bild abzugeben, mit entsprechender Ausstrahlung auf den Gesamtverein und alle Anhänger. 

Nein, das ist nicht mehr meine Fußballwelt. Ich bin es leid, ich bin müde. Jetzt bin ich alt.

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Gedankenausfluss

Jetzt sind ungefähr 24 Stunden her, seitdem ich über Twitter die ersten Hinweise auf die Entlassung von Verbeek mitbekommen habe. Seit Montag konnte man zwar damit rechnen, überrascht hat es mich dann trotzdem. Überrascht in der Geschwindigkeit und auch der Heftigkeit der, sagen wir mal, Vorwürfe im Artikel der NZ. Seitdem mischen sich, oder besser, wechseln die verschiedensten Gefühle in mir, die Gedanken kreisen wild in meinem Hirn.

Hin- und hergerissen zwischen einer Traurigkeit um den Verlust eines, man kann sagen, besonderen Trainers und der Hoffnung, dass es nun mit dem Klassenerhalt nun doch noch etwas werden könnte. Dies alles muss raus aus meinem Kopf, es ist kein Platz mehr. Willkommen beim Ausfluss meiner Gedanken!

Spätestens nach dem Wolfsburgspiel, im Grunde schon vorher, hatte ich die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgegeben. Der Mannschaft wollte ich keinen Vorwurf machen. Die Rumpftruppe, die da auf dem Platz stand kann es eben nicht besser. Und doch hat sie in der Hinrunde gezeigt, zu was sie in der Lage ist. Freilich waren da noch wichtige Spieler an Bord, die Umsetzung des verbeekschen Fußballs dadurch einfacher zu gestalten. In manchen Spielen war ich schlichtweg begeistert, wie schön offensiver Fußball sein kann. Dies ist das Verdienst von Gerjan Verbeek, der es in kurzer Zeit geschafft hat, dieses Potential zu wecken. Ich konnte mich zwar durchaus in der Hecking-Ära an den Ergebnissen erfreuen, sogar einen gewissen Genuss an der „Wir müssen unangenehm sein Taktik“ empfinden, aber es macht eben verdammt noch mal mehr Spaß das Vielfache an Torchancen in einem Spiel zu kreieren, bei jedem erfolgversprechenden Torchance die Hände zu heben, auch wenn man sie dann des Öfteren auch mal wieder sinken lassen muss, um dann mit dem Fuß vor Ärger auf dem Boden zu stampfen und den Dreckspfosten zu verfluchen. Ja, man kann sagen, Verbeek hat mir, mit seiner Art Fußball spielen zu lassen, viel Freude bereitet.

Ob die vielen Alutreffer nun Pech oder Unvermögen sind, darüber kann man trefflich streiten, wäre der eine oder andere Ball drin gewesen, hätte man hier und da mit Schiedsrichterentscheidungen mehr Glück gehabt, dann würde ich das jetzt hier nicht alles schreiben müssen, wäre der Holländer auch noch unser Trainer. Was mir aber unabhängig von Ergebnissen klar wurde: In dieser Mannschaft steckt Potential, die Mannschaft ist in Summe nicht schlecht zusammengestellt und ich will wieder mehr offensiven Fußball sehen!

Auch die sogenannte Fachpresse war begeistert, Medien hingerissen, unser Holländer als Glücksfall für den Verein bezeichnet. Die Anhänger hatten sehr schnell Vertrauen in ihn. Der Glubb hatte bundesweit ein positives Image wie lange nicht mehr!

Für all das bin ich Gertjan Verbeek dankbar. Deswegen war ich gestern auch zunächst sehr schockiert, als die Meldung über die bevorstehende Beurlaubung kam.

Ich habe oben bereits erwähnt, dass mich der Artikel der NZ überrascht hat. Vielleicht mag es mir in den letzten Wochen entgangen sein, aber die Gründe für die Entlassung die da plötzlich angeführt wurden, haben mich erstaunt. Ist das, wenn es denn stimmt, den erst in den letzten beiden Tagen der Vereinsführung und den Medien aufgefallen? Wenn ja, wie kann so was dann passieren? Oder gärt das schon länger? Was die Vereinsführung betrifft, so ist es eher positiv zu werten, dass davon nichts nach außen drang, dann aber wurde zu spät gehandelt!

Die Medien, im konkreten Fall die NZ, wirken auf mich dann aber eher so, als wurde mit der Zündung der vollen Breitseite solange gewartet, um den richtigen Zeitpunkt für den Gnadenschuss abzuwarten. Gut, ich und alle anderen Anhänger kennen keine Interna, deswegen will ich mich hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber für mich passt das alles nicht zusammen.

Die Mannschaft? Wenn Verbeek so ein Tyrann ist, der ein „Klima der Angst“ verbreitet, warum kommen die Beschwerden erst jetzt? Auch hier passt das Bild nicht, das bisher nach außen abgegeben wurde. Man muss nur an die Ein-/Auswechslung von Timo Gebhart in Augsburg denken. Timo wurde vom Trainer nicht öffentlich an die Wand genagelt. Im Gegenteil, Verbeek nahm seinen Spieler in Schutz! Angha, dem ich wirklich nichts Böses will, hat in der Mehrzahl eher bescheidene Spiele geliefert, war schlichtweg überfordert. Das ist für einen jungen, unerfahrenen Spieler auch erst mal nichts Schlimmes. Verbeek hat ihn aber trotzdem konsequent immer wieder auflaufen lassen. Für mich passt das alles nicht so recht, aber wie schon erwähnt, ich kenne keine Interna, möchte das nicht als Anschuldigung verstanden wissen, ich verstehe alles nur nicht wirklich.

So sehr ich Verbeek als Typen mag, die Hoffnung auf den Klassenerhalt hatte ich bereits aufgegeben, zu harmlos waren die letzten Auftritte. Ich konnte mich mit der Begründung, das Verletzungspech, arrangieren, hatte die Hoffnung auf einen Neuaufbau in der zweiten Liga.

Dennoch, ein Abstieg ist schlichtweg eine wirtschaftliche Katastrophe, die uns auch sportlich um Jahre zurückwirft. Der Abstieg 2008 hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, 8 Millionen gekostet, der Verein, nach dem Pokalsieg schuldenfrei, war nach dem Wiederaufstieg so knapp bei Kasse, dass wir eine ganze Zeit lang mit einer „Leasingmannschaft“ spielen und eigene Talente verkaufen mussten. Erst in den letzten beiden Spielzeiten konnten wir die eine oder andere Million investieren. Dieses Szenario wird uns sehr wahrscheinlich wieder bevorstehen, mal abgesehen davon, dass ein Wiederaufstieg alles andere als garantiert ist. Zudem haben ein paar Spieler keinen Zweitligavertrag, können wahrscheinlich ablösefrei, oder wie im Fall Drmic günstigst gehen. Mit dem Differenzbetrag, den man bei Klassenerhalt für den Schweizer zusätzlich erhalten würde und den obigen „Abstiegskosten“ allein könnte kann man schon ein paar gute Erstliagspieler verpflichten.

Deswegen kann mein Verstand es nachvollziehen, dass Bader zum allerletzten Strohalm greift, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und nochmal: Ein Wiederaufstieg, wann auch immer, ist nicht garantiert! So sehr ich Verbeek mag, ich selber hätte keinen einzigen Euro mehr auf ein weiteres Jahr erste Liga gewettet, hätte der Glubb so weiter gespielt wie in den letzten Partien. Die Spieler, die seinen Fußball umzusetzen in der Lage sind, sind gerade unpässlich und uns gehen die Spieltage aus! Die Taktik mochte er wohl nicht ändern, passende Spieler kann man nicht verpflichten. Will man also etwas ändern, dann muss man den Übungsleiter wechseln. Kurzfristig gibt es keine andere Stellschraube. Ich mag mich gerade selber nicht, ob dieser Aussage, aber hier spricht der Analytiker aus mir.

Ob der Wechsel etwas, also den Klassenerhalt bringt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Gertjan Verbeek war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Trainer unseres Glubbs. Es ist wahnsinnig schade, dass er gehen muss. Und die Wut, der Ärger, die Traurigkeit, die Enttäuschung, dieser ganze Gefühlsmischmasch sind wieder da, aber mein Hirn ist jetzt erst mal wieder frei…

Noch etwas in eigner Sache, da ich heute auf Twitter dahingehend angesprochen wurde: Unter dem Pseudonym „Glubberer69“ kommentieren und produzieren sich anscheinend mehrere Personen in diversen Foren und bei der NN/NZ. Mit diesen Personen habe ich nichts zu tun! Um meine mehr oder weniger sinnvollen bzw. -freien Kommentare und geistigen Ergüsse abzusondern, habe ich dieses Blog und den Twitteraccount (@glubberer69). Lediglich bei den überaus geschätzten Kollegen von Clubfans-United habe ich zudem gelegentlich unter diesem Pseudonym kommentiert.

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Glubb-Tweets 03/14

Auch im März wurde Fußball gespielt. Die sogenannten Wochen der Wahrheit haben sich zu den Wochen des Frusts entwickelt. Einzig der Sieg gegen Stuttgart konnte die Gemüter etwas erhellen. Trauriger emotionaler Höhepunkt war das Spiel in Freiburg. Dieses gilt es jedoch endgültig abzuhaken, bei allen Beteiligten, und die Konzentration ausschließlich auf den Saisonendspurt zu richten. Die Situation ist nach der gestrigen Niederlage sehr ernst!

Hier also die Glubb-Tweets aus dem März, wie immer vollkommen subjektiv und garantiert unvollständig:









































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Verschwörungstheoretiker unter sich

Für das morgige Spiel gegen Gladbach wird also ein Schiedsrichtergespann aus Hamburg angesetzt, unterstützt von einem vierten Offiziellen aus Stuttgart.

Wurde noch letzte Woche „Streichelstilzchen“ ob seiner Verschwörungstheorien vielerorts kritisiert, so passt man sich zumindest seitens der (regionalen) Medien und den Anhängern des Vereins diesem Verhaltensmuster an und eine neutrale Spielleitung mehr oder weniger in Frage gestellt.

Die Ansetzung durch den DFB ist deswegen unglücklich, vielleicht sogar dumm, eine Vorverurteilung jedoch ungerecht, respektlos und in der Sache auch nicht besser als das ständige Verbreiten des Märchens der ewig benachteiligten Breisgauer.

Nach dem Spiel kann über die Leistung der Unparteiischen geurteilt werden.

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Es widert mich an!

Die Erfolgsformel des gemeinen Fußballspiels ist denkbar einfach: Mehr Tore schießen als der Gegner.
Dass der Glubb in Freiburg dies nicht anzuwenden wusste, lag in erster Linie an ihm selber. Allen Gegentoren waren eigene Fehler vorausgegangen und wenn nicht der eigene Pfosten eine herausragende Leistung gezeigt hätte, wäre die Niederlage noch deutlicher geworden.
Für Erregung beim Fan sorgt da zudem nicht nur Disput zwischen Verbeek und Streich, auch so manche Entscheidung der Unparteiischen sind schwer und bisweilen überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Leser mag es mir nachsehen, dass das Folgende aus der rot-schwarzen Brille geschrieben ist, aber der Autor ist nun mal Anhänger des fränkischen Traditionsvereins und sieht deswegen in erster Linie Spiele desselben an, weswegen sich die folgenden Beispiele auch aus diesen generieren, jedoch auf die gesamte Liga übertragbar sind.

Im Spiel gegen Frankfurt packt also Joselu seinen Ellbogen aus und rammt diesen voller Absicht Petrak ins Gesicht, so dass dieser eine gebrochene Nase und eine Gehirnerschütterung erleidet. Jeder Navy Seal hätte ob des Ergebnisses stehend applaudiert. Und ja, es war Absicht, denn diese Bewegung ist so ziemlich genau das volle Gegenteil einer natürlichen Bewegung. Es ist der pure Zynismus, dass ebendieser Spieler dann noch an drei Toren beteiligt war. Welchen Verlauf das Spiel mit einem Platzverweis genommen hätte, das kann niemand sagen, aber eine 2:5 Niederlage wohl eher nicht.
Eine knappe Woche später erhält Pogatetz eine gelbe Karte für einen Zweikampf, in dem der Arm zwar draußen ist, was aber eher unter normale Zweikampfführung fällt. Dennoch gibt es eine leichte Berührung im Gesicht Ginters. Dieser fällt höchst theatralisch, künstlerisch wertvoll mit drei Rollen und hält sich die Brust, da ja Schmerzen im Gesicht auch direkt und äußerst schmerzhaft in das Brustbein ausstrahlen, wie wir alle wissen. Diese anatomische Besonderheit wurde von Herrn Dr. Drees in die Bewertung des Zweikampfes mit einbezogen und unser österreichischer Nationalspieler mit der Ampel dann des Feldes verwiesen, hat er sich doch den ersten Karton beim Jubeln auf dem Zaun geholt.
Natürlich ist es für die Schiedsrichter schwer, sofort und ohne Wiederholungen eine Entscheidung lediglich aufgrund ihrer eigenen Wahrnehmung zu treffen.
Kritisieren darf man allerdings die Verhältnismäßigkeit zwischen der jeweiligen Tat und Strafe selber, als auch die unterschiedliche Wertung und Bewertung der verschiedenen Aktionen.
Sicher weiß jeder Spieler, dass er weder sein Trikot beim Torjubel ausziehen noch auf den Zaun steigen darf und es mag ja auch schon Spieler gegeben haben, die beides in einer Aktion verbanden, um dann gelb-rot zu sehen.
Aber Himmelherrgott, wer erfindet denn solche Regeln, deren Nichtbeachtung unverhältnismäßig stark bestraft werden? Was ist an einem nackten durchtrainierten Oberkörper oder gemsengleichen Kletterkünsten so schlimm? Welchen unlauteren Einfluss hat dies auf das Ergebnis eines Spiels?
Ich kann und will nicht verstehen, dass es für Joselus Aktion auch keine nachträgliche Sperre gegeben hat. Dass ein Torjubel, der Trotz Erklimmen des Gipfelkreuzes am Zaun des Freiburger Stadions, nicht mehr oder weniger Zeit als jeder beliebig andere Torjubel Zeit gekostet hat mit einer gelben Karte geahndet wird. Dass diese widerlichen und elendigen Schauspieler, die Verwarnungen provozieren, nicht mindestens die Bestrafung erhalten, die diese für ihre Gegenspieler fordern. Ich kann es langsam nicht mehr ertragen, dass Mannschafen bei jeder unliebsamen Entscheidung auf die Schiedsrichter losstürmen, unterstützt von den Besatzungen auf den Bänken, die sich um den vierten Offiziellen kümmern. Es widert mich an!

Ich will, soweit möglich, ehrlichen, sauberen, umkämpften und mitreißenden Fußball sehen, auch emotionsgeladen. Dazu gehört dann aber auch ein passendes, im Verhältnis zur Tat stehendes Sanktionierungssystem.

Der DFB, die Liga und die Vereine reden von Fair Play. Dann tut etwas dafür!

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